Studie: Geld macht geizig und einsam

von am 20. November 2014 in Allgemeines (Plön), Wirtschaft (Plön), Wissenswertes (Plön)

Studie: Geld macht geizig und einsam
New York – Geld macht einsam und verändert den Charakter. Das geht aus einer Pressemitteilung der Deutschen Presseagentur (dpa) aus dem November 2006 hervor.
Was der Volksmund schon immer wusste, aber nie so richtig belegen konnte -bitte schön: US-Psychologen fanden in einer neuen Studie heraus, dass schon die Abbildung von Banknoten Menschen zu höherer Leistung anspornt, sie aber auch weniger hilfsbereit macht.
In neun Versuchsreihen stellten sie fest, dass Testpersonen sich stärker auf ein Ziel konzentrierten, wenn Geld im Spiel war. Gleichzeitig zum erhöhten Einsatz sonderten sie sich aber auch mehr von anderen ab, wurden knauseriger und weniger bereit, sich von erworbenem Gut zu trennen.

Die vollständigen Ergebnisse ihrer Untersuchung stellen die Forscher im Wissenschaftsmagazin „Science” (Bd. 314, S. 1155) vor.
Danach reichte schon die Abbildung von Geldscheinen oder die Ankündigung einer Belohnung als Ansporn für verstärktem Einsatz – und zur Abgrenzung von anderen.
Testpersonen mit keinem oder wenig Geld waren hilfsbereiter, rückten ihre Stühle näher
aneinander und nahmen sich mehr Zeit, Fragen zu beantworten. Dagegen bückten sich Studienteilnehmer mit Geld in der Tasche oder der Aussicht darauf seltener, um etwa
Bleistifte aufzuheben. Sie arbeiteten lieber allein als mit anderen zusammen und gaben knappere Hinweise, um anderen Hilfesuchenden beispielsweise den Weg zu erklären.

In ihrer Zusammenfassung nennt die federführende Autorin das Ausmaß der Wirkung „bemerkenswert und irgendwie überraschend”. Es habe sich tatsächlich die verbreitete
Meinung bestätigt, dass Geld dazu verführe, nur noch an sich selbst zu denken.

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